Husaberg-Werksfahrer Jens Hainbach über seinen schwedischen Werksrenner - FS 650C - und dem Kontrast zur etwas zivileren Serienversion - FS650E. Nach ein paar Runden auf dem Racetrack stellte Jens Hainbach fest, dass das Serienfahrwerk wesentlich weicher abgestimmt ist, aber natürlich immer noch für den Hobbyfahrer in allen Bereichen und Belangen ausreicht - die Abstimmung ist eben für die Alltagstauglichkeit gedacht.
Das Serienbike benutzt 2002 das White-Power Fahrwerk (vorne und hinten) aus den Super-Moto Rennmotorrädern der letzten Saison (kürzere Federelemente als bei den Enduromodellen). Hainbach stimmt seine Werks-WP-Gabel sowie das WP-Federbein sehr hart ab. Er fährt mit einer Lenkererhöhung.
Bei den Stoppern der beiden Bikes sind nur kleine Unterschiede zu erkennen. "Nur" auf der "Werks-Berg" ist eine gelochte Behringer 310er Bremscheibe vorne montiert (Serie ist ungelocht). Mit der Vierkolben-Bremszange vorne, ebenfalls von Behringer, und der Brembo-Pumpe oben (650c 16er Brembo Radial) verzögern beide recht beachtlich und sehr gut dosierbar - das Serienbike mit leichtem Fading.
Beim Motor gibt es etwasgrößere Unterschiede zwischen den beiden "Nordländerinnen". Die 650c, mit dem uneingeschränkten Vorwärtsdrang, bringt natürlich einige Vibrationen an den Tag bzw. auf den Lenker und die Rasten. Schon im unteren Drehzahlbereich ist Leistung saftvorhanden. Ab zirka 2500 Umdrehungen sorgen der 41er KeihinFlachschieber-Vergaser und die dicken Titankrümmer mit dem nicht TÜV-gerechten Werksendtopf für ordentliche Musik - und man hat Mühe das Vorderrad auf dem Boden zu halten. Kein Wunder bei über 72 PS (andere Kurbel und Nockenwelle als bei der Serienausführung).
Aber auch die 650e hat ordentlich Feuer. Eine sanftere Leistungsentfaltung und ein fast ruckfreies Hochdrehen (Dell'Orto sei Dank), ein breites Drehzahlband und ein optimal abgestimmtes Sechsganggetriebe (wie in der Werksausführung) sorgen für den absoluten Fahrspaß. Dass sich hier die Vibrationen in Grenzen halten, dafür sorgen jeweils eine Ausgleichswelle bei beiden Modellen. Bei der "e" ist am Lenker ein "Powerschalter" montiert (HiLow). "Low" steht für sanftere Leistungsentfaltung, die bei z.B. nassen Bedingungen auch merklich spürbar ist. "Hi" steht für Leistung bis zum Abwinken (durch Umlegen des Schalters wird die Zündkurve verändert).
Beim Werksrenner wird selbstverständlich gekickt - was bei heißem Zustand schon mal etwas länger dauern kann. Die Serie ist hier mit E-Starter (plus Kickstarter) komfortabler ausgestattet, und hat ein sehr gutes Startverhalten.
Was uns sonst noch auffiel: Die C fährt auf 5" H. und 3,5" V.
| FS 650c | FS 650e | |
| Motor | Einzylinder Viertakt | Einzylinder Viertakt |
| Ventile | 4 | 4 |
| Hubraum | 644 ccm | 644 ccm |
| Hub/Bohrung | k.a. | 100x82 |
| Getriebe | 6 Gang | 6 Gang |
| Starter | Kick | E/Kick |
| Leistung | ca. 72 PS | ca. 64 PS |
| Fahrwerk | Zentralrohrrahmen m. Stahlheck | Zentralrohrrahmen m. Stahlheck |
| Radstand | k.a. | 1490 mm |
| Federung vorne. | WP 48er UPS | WP 48er UPS |
| Federung hinten | WP PDS | WP PDS |
| Bremse vorne | Berhringer 4-kolben 310 mm |
Berhringer
4-kolben 310 mm |
| Bremse hinten | Brembo
Einkolben 220 mm |
Brembo
Einkolben 220 mm |
| Sitzhöhe | 850 mm | 865 mm |
| Tankinhalt | 9 Liter | 9 Liter |
| Gewicht | 112 kg | 124 kg |
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| DM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Hermunen, Mauno | 290 Pkt. |
| 2° | Volz, Markus | 227 Pkt. |
| 3° | Götz, Marcel | 200 Pkt. |
| 4° | Kejmar, Pavel | 199 Pkt. |
| 5° | Class, Markus | 199 Pkt. |
| DM S2 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Joannidis, Nico | 225,5 Pkt. |
| 2° | Spaniol, Dirk | 216 Pkt. |
| 3° | Hermann, Michaeln | 203 Pkt. |
| 4° | Deitenbach, Jan | 201 Pkt. |
| 5° | Jasinski, Jochen | 188 Pkt. |
| WM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Chareyre, Thomas | 255 Pkt. |
| 2° | Chareyre, Adrien | 248 Pkt. |
| 3° | Lazzarini, Ivan | 224 Pkt. |
| 4° | Hermunen, Mauno | 212 Pkt. |
| 5° | Marie Luce, A. | 159 Pkt. |