Husaberg FS 650e 2005er - Dressbike

Husaberg FS 650e 2005er - Dressbike

650 Kubik sind einfach ein Wort, auch wenn es im Endeffekt nur echte 628,3 sind. Leistung hat das Motorrad satt. Es ist Auslauf, wonach die FS 650e schreit. Dieser findet sich in rauen Mengen auf bundesweit verbreiteten Landstraßen. Umso winkliger, desto besser. Die ein oder andere Gerade: kein Problem! Zwiebacksägen: ein Witz! Sie ist schnell und verlangt nach Spaß. Regeln lässt sich dieser über einen Drehgriff am rechten Lenkerende. Auf und zu, hin und her: genial! Wie im echten Leben eben. Umso öfter, desto besser!

Die Technik

Husaberg FS 650e
Husaberg FS 650e

Wie bereits erwähnt, gibt es beim 2005er Modell der Husaberg FS 650e zahlreiche Neuerungen. Bemerkbar macht sich dabei speziell die vordere Bremsanlage. Sowohl Scheibe und Sattel als auch Pumpe sind neu. Während der Sattel radial verschraubt und die Pumpe im gleichen Kreismaß angesteuert ist, kommt als Scheibe eine schwim mend gelagerte Ausführung im Wave-Design zum Einsatz. In Kombination ergibt dies eine starke und gut zu dosierende Einheit. Auch am Hinterrad ist jetzt eine Wave-Scheibe montiert, die wie beispielsweise von KTM bekannt, im warmen Zustand ihre Arbeit mit einem kräftigen Quietschen bestätigt. Der Dosierbarkeit schadet dies aber in keinster Weise. Durchaus logisch und mit positivem Effekt, nämlich einer Gewichtsersparnis, ist auch die neue Kettenführung. Diese besteht lediglich aus einer seitlichen Führungsebene nach außen, die Funktion auf der Innenseite übernimmt der breite 160er Reifen.

Ebenfalls eine Gewichtsersparnis ist der Grund für den neuen Endschalldämpfer. Dies ist zwar der Fall, allerdings schleift bei Landungen der Reifen an eben diesem. Hier ist von Werksseite eine Überarbeitung für das nächste Modelljahrvonnöten. So lange kann man sich damit behelfen, dass man Unterlegscheiben zwischen Rahmen und Distanzstücke des Endschalldämpfers legt oder - wer die Möglichkeit hat - sich etwas längere Distanzbuchsen dreht, um das gute Stück ein paar Millimeter nach außen zu versetzen. Im gleichen Zuge sollte man dann auch eine Hitzeschutzmatte am Seitenteil anbringen, um ein Verschmoren durch den versetzten Dämpfer zu verhindern. Auch das Vorderrad hat etwas zu wenig Platz.

Beim Einfedern schleift dieses im Bereich des Sitzes von Simmering und Staubkappe am rechten Gabelholm. Eine exaktere Zentrierung oder am Besten breitere Brücken wären hier sinnvoll. Um den kräftigen Motor im optimalen Temperaturbereich zu halten, kommt das Bike 2005 ohne Kühlerschützer, was im Onroad-Bereich auch kein Problem darstellt. Offroad solltet ihr allerdings welche montieren. Sinnvoll wäre eine Kühlung auch für die Kupplung. Diese wird mit wechselnder Motortemperatur wei cher oder härter sprich der Druckpunkt wandert. Hier ist es zu empfehlen, regelmäßig die mineralische Hydraulikflüssigkeit zu wechseln, um dieses Phänomen zumindest zu minimieren. Wie bereits erwähnt, ist der Motor stark und schnell. Er hängt spontan am Gas und besitzt ein breites und gleichmäßiges Leistungsband. Etwas zu verbessern wäre allerdings die Schaltbarkeit des Getriebes. Bei entspanntem Fahren klicken die Gänge zwar einwandfrei, unter Last ist jedoch sehr in tensiver Kupplungseinsatz erforderlich, was natürlich im gleichen Zuge einen Abriss des Vortriebes mit sich bringt und das Motorrad beim Beschleunigen in Schräglage unruhig werden lässt.

Fazit

Unterm Strich ist Husaberg eine weitere Verbes serung der sehr guten FS 650e gelungen. Super moto ist einfach der Bereich, in dem sich die Bergs am meisten zu Hause fühlen. Wenn es den Ingenieuren in Zukunft gelingt, auch das Finish der teilweise wirklich innovativen Neuerungen in den Griff zu bekommen, könnten die blau-gelben Motorräder noch größere Schritte nach vorne machen, sodass es der Konkurrenz schwer fallen dürfte, ihnen auf den Fersen zu bleiben.


© mit freundlicher Genehmigung von MCE Aktuell - Das Offroadmagazin

Aktuelles

Ducati gibt weitere Details zum Modelljahrgang 2012 bekannt

Kurz nach Präsentation der brandneuen Streetfighter 848 und wenige Wochen vor der Weltpremiere des...mehr

Vize DM Titel für DSR Suzuki Chef Dirk Spaniol

Stendal ? Beim Finale der Internationalen Deutschen Super-Moto Meisterschaft in Stendal konnte das...mehr

Nico Joannidis ist Deutscher Meister in der S2

Vergangenes Wochenende fuhr die Internationale Deutsche Supermoto Meisterschaft ihre spannenden...mehr

Pleiten, Pech und Pannen für Team Germany

Aragon - Die Super-Moto Mannschafts-Weltmeisterschaft 2011 stand für das Team Germany unter keinem...mehr

Stand DM

DM S1 Klasse
Hermunen, Mauno 290 Pkt.
Volz, Markus 227 Pkt.
Götz, Marcel 200 Pkt.
Kejmar, Pavel 199 Pkt.
Class, Markus 199 Pkt.

DM S2 Klasse
Joannidis, Nico 225,5 Pkt.
Spaniol, Dirk 216 Pkt.
Hermann, Michaeln 203 Pkt.
Deitenbach, Jan 201 Pkt.
Jasinski, Jochen 188 Pkt.
Stand: 05.10.11 - alle Angaben ohne Gewähr

Stand WM

WM S1 Klasse
Chareyre, Thomas 255 Pkt.
Chareyre, Adrien 248 Pkt.
Lazzarini, Ivan 224 Pkt.
Hermunen, Mauno 212 Pkt.
Marie Luce, A. 159 Pkt.
Stand: 01.09.11 - alle Angaben ohne Gewähr