Kurventechnik der Profis! Part 1

"Ich fahre auf die Kurve zu und verzögere am Bremspunkt stark mit der Vorderradbremse. Gleichzeitig wird auch die Hinterradbremse dosiert eingesetzt. Außerdem schalte ich in den passenden Gang. Die richtige Fahrstufe ist abhängig vom Kurvenradius und der Geschwindigkeit. Meine Sitzposition ist noch mittig und das Gas ist zugedreht. Mit leicht gezogener bzw. dosierter Kupplung lasse ich die Motorbremse mit einwirken, um ein Stempeln am Hinterrad zu verhindern. Die Knie werden fest an die Tankflügel gepresst, um das Motorrad in der Spur zu halten und um nicht nach vorne zu rutschen."

"Vor der Kurve lenke ich das Motorrad durch Gewichtsverlagerung nach rechts und leichten Zug an der linken Seite des Lenkers ins Kurveninnere. Dadurch beginnt das Heck leicht zu übersteuern (Drift). Jetzt rutsche ich nach vorne, um mehr Gewicht aufs Vorderrad zu verlagern, das Heck zu entlasten und um das Motorrad richtig an den Scheitelpunkt der Kurve heranzuführen. Dabei kontrolliere ich mit der Kupplung den Drift am Hinterrad und drücke das Motorrad immer mehr in Schräglage."

"Umso mehr Schräglage ich erreiche, desto mehr löse ich die Bremsen. Kurz vor dem Scheitelpunkt der Kurve rutsche ich wieder nach hinten zur Motorradmitte zurück, um das Motorrad wieder in die Spur (aus dem Drift) zu bringen und um eine gleichmäßige Belastung auf beiden Rädern zu erreichen." Wer genau hinsieht, wird erkennen, dass sich nach dem Ende des Drifts auch der Lenkwinkel umkehrt. Wird der Lenker während des Drifts noch leicht nach außen gehalten, lenkt Jürgen nach dem Scheitelpunkt nach innen zur Kurveninnenseite hin. So kann er den Radius in dieser langsamen Kurve so eng wie möglich halten.

"Ich nehme mein inneres Bein von der Fußraste nach vorne, um das Motorrad bei eventuellem Wegrutschen stabilisieren zu können. Außerdem setze ich mich mit meinem Hintern ein wenig auf die Außenseite der Sitzbank und drücke mit dem äußeren Fuß leicht auf die Fußraste. Dabei bringe ich den Motor mit dem Gas leicht auf Drehzahl und löse die Vorderradbremse und die Kupplung." An der Kopfhaltung von Jürgen ist sehr schön zu erkennen, dass er nicht etwa direkt vor sein Vorderrad schaut, sondern die Blickrichtung weit ins Kurveninnere gerichtet hat. Mag logisch klingen, denn schließlich will er ja auch dort hinfahren, wo er jetzt gerade hinsieht. Doch für viele Anfänger ist gerade die richtige Blickrichtung gar nicht so einfach. Prinzipiell gilt immer. Die Fahrtrichtung folgt der Blickrichtung.

"Jetzt bringe ich das Motorrad ein wenig aus der Schräglage und beginne zu beschleunigen. Ich drücke dabei mit dem äußeren Oberschenkel an den Tankflügel und belaste die äußere Fußraste, um ein plötzliches Ausbrechen zu verhindern."

"Ich nehme den inneren Fuß wieder zurück auf die Raste und drücke beide Oberschenkel fest ans Motorrad, um voll beschleunigen zu können. Gleichzeitig beuge ich meinen Oberkörper leicht nach vorne und verlagere somit den Schwerpunkt, um ein Hochsteigen des Vorderrades zu verhindern."



Von und mit: Jürgen Löffler
© mit freundlicher Genehmigung von MCE Aktuell - Das Offroadmagazin

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Stand DM

DM S1 Klasse
Hermunen, Mauno 290 Pkt.
Volz, Markus 227 Pkt.
Götz, Marcel 200 Pkt.
Kejmar, Pavel 199 Pkt.
Class, Markus 199 Pkt.

DM S2 Klasse
Joannidis, Nico 225,5 Pkt.
Spaniol, Dirk 216 Pkt.
Hermann, Michaeln 203 Pkt.
Deitenbach, Jan 201 Pkt.
Jasinski, Jochen 188 Pkt.
Stand: 05.10.11 - alle Angaben ohne Gewähr

Stand WM

WM S1 Klasse
Chareyre, Thomas 255 Pkt.
Chareyre, Adrien 248 Pkt.
Lazzarini, Ivan 224 Pkt.
Hermunen, Mauno 212 Pkt.
Marie Luce, A. 159 Pkt.
Stand: 01.09.11 - alle Angaben ohne Gewähr