Aus und vorbei: BMW trennt sich von Husqvarna

04.02.2013 - Technik

Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, nun ist die Trennung besiegelt. Fünfeinhalb Jahre nach dem Kauf gibt die BMW Group die Motorradmarke Husqvarna wieder ab.

KTM CEO Stefan Pierer - ©KTM

KTM CEO Stefan Pierer - ©KTM

Neuer Eigentümer wird das österreichische Unternehmen Pierer Industrie AG, die indirekt auch die Mehrheit an KTM hält. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

Im vergangenen Jahr hatte BMW Motorrad einen Absatzrekord erzielt. Von der Marke BMW lieferte das Unternehmen 106.000 Stück aus, von Husqvarna knapp 11.000. Damit wuchs die schwedisch-italienischen Traditionsmarke Marke um fast 16 Prozent, war aber weit von ehemaligen Höchstständen entfernt.

Husqvarna sollte vor allem junge Motorradfahrer anlocken. Dies gelang aber nicht wirklich. Die Verkäufe schrumpften in den vergangenen Jahren um fast ein Viertel, ehe es im letzten Jahr wieder ein Stück nach oben ging. Umstrukturierungen bei Husqvarna ließen das operative Ergebnis der BMW Motorradsparte im vorvergangenen Jahr um mehr als ein Drittel einbrechen. 

Die BMW Group begründete den Schritt mit einer strategischen Neuausrichtung im Geschäftsbereich Motorrad. Vor dem Hintergrund sich verändernder Motorradmärkte, demographischer Entwicklungen und steigender Umweltanforderungen erweitert BMW Motorrad sein Produktangebot, um zukünftige Wachstumspotentiale zu erschließen. Schwerpunkte der Neuausrichtung liegen im Bereich der urbanen Mobilität und der E-Mobilität. Im Rahmen der Neuausrichtung des Segments wird sich die BMW Group auf den Ausbau und die Ressourcen der Marke BMW Motorrad konzentrieren.