Deitenbach's Pechsträne reißt nicht ab!

31.07.2015 - Deutsche Meisterschaft

Der fünfte Lauf zur Internationalen Deutschen Super-Moto Meisterschaft ging auf dem Odenwaldring in Schaafheim über die Bühne. Die Pechsträne blieb Jan Deitenbach auch weiter treu. In der Qualifikation riß dem Iserlohner die Kette, nur Startplatz 13. Nach Rang zwölf im ersten Umlauf lag er im zweiten Durchgang auf Platz acht, seinem bis dato besten DM-Resultat. Doch vier Runden vor dem Ende wurde Jan Deitenbach von einem Gegner unsanft abgeräumt und kam enttäuscht auf Platz elf ins Ziel.

Jan Deitenbach - © MikeFoto

In den freien Trainings war Jan mit seiner Johannes-Bikes Suzuki gut unterwegs, von seinem neunten Platz fehlten gerade einmal 0,3 Sekunden zum fünften Rang. Bei idealen äußeren Bedingungen ging er zuversichtlich in das Zeittraining. Doch bereits nach drei Runden riß die Kette! Bis das Bike zurück geschoben war und eine neue Kette montiert war, vergingen natürlich etliche Minuten. Kurz vor dem Ende sprintete Jan Deitenbach wieder zurück auf die Piste, konnte da aber nur noch Platz 13. ergattern. „Ich glaube es einfach nicht, das ist uns in 14 Jahren Supermoto noch nie passiert!. Hier ist der Startplatz so wichtig, und jetzt wieder nur Reihe vier,“ war Deitenbach total enttäuscht

Im ersten Lauf gelang ein durchschnittlicher Start, auf Position zwölf reihte sich der Suzuki-Pilot ein. Doch auf der engen Strecke waren Überholmöglichkeiten Mangelware, so mußte sich Deitenbach mit dieser Position zufrieden geben. Für den zweiten Lauf wurden dann noch einmal einige kleine Veränderungen am Bike vorgenommen. Und das machte sich auch gleich positiv bemerkbar. Beim Start sprintete Jan gleich auf Platz zehn vor. In der nächsten Runde stürzte ein Pilot, dazu gelang ein Überholmanöver, und Deitenbach war auf Platz acht. Mit zwei Gegnern im Nacken konzentrierte er sich darauf, den Anschluss zur in Sichtweite liegenden Gruppe ab Platz drei herzustellen. Zehntel um Zehntel kam er den Vorderleuten näher, doch vier Runden vor dem Ende wählte sein Hintermann am Ende der Startgeraden einen viel zu späten Bremspunkt. Deitenbach hatte keine Chance und ging bei der Kollision zu Boden. Bis er wieder auf dem Bike saß, waren drei Fahrer vorbei. So mußte er am Ende noch heftig seinen elften Rang verteidigen. „So eine unnötige Aktion, es gab da keinen Platz zum Überholen. Langsam habe ich die Nase voll,“ erklärte er nach dem Rennen.

Teamkollege Till Goldenstein (Norden) hatte Glück im Unglück. Im Finale war er beim Start in einen Massencrash verwickelt. Doch das Rennen wurde abgebrochen und neu gestartet. So konnte er beim zweiten Anlauf gut Punkte sammeln und liegt weiter auf Platz drei in seiner Meisterschaft. Bei den Amateuren fuhr Alex Breuker (Iserlohn) im Finale von Startplatz elf auf Rang sieben vor.


Foto: MikeFoto