Deutsches WM-Team auf Rang sechs

09.10.2013 - Weltmeisterschaft

Auf Rang sechs beendete die deutsche Auswahl die Mannschafts-WM in Pleven/Bulgarien am vergangenen Wochenende. Neben dem Iserlohner Jan Deitenbach standen Routinier Bernd Hiemer und Neuling Kevin Würterle im Aufgebot. Zwei technische Defekte seiner Teamkollegen vereitelten eine bessere Platzierung des Teams beim SuperMoto of Nations.

Foto:Youthstream

Für Jan Deitenbach auf seiner Johannes-Bikes Suzuki war es bereits die dritte Team-WM auf seiner Lieblingsstrecke, auf der er 2009 mit dem deutschen Trio den Titel holte. Bei ungewöhnlich kalten Temperaturen musste er sich aber auch erst wieder an sein Limit heranarbeiten. Nach dem ersten Training zeigte er sich nicht zufrieden, doch die erfahrene Crew um den 24 jährigen fand die richtige Einstellung für das Motorrad. Im Zeittraining sorgte ein Ausrutscher genau vor den Augen der Mannschaft für etwas Unruhe, aber Jan zeigte sich unbeirrt und beendete den Qualifikationstag in seiner Gruppe auf Platz sieben. Damit ging die Mannschaft insgesamt von Position sechs aus in die sonntäglichen Rennen.

Der erste Lauf begann sehr verheißungsvoll. Ex-Weltmeister Bernd Hiemer ging von Rang sechs gleich auf die zweite Position und brachte diesen Top-Rang auch ins Ziel. Der 20 jährige Kevin Würterle ging von Position 22 ins Rennen, bekam aber schon in der dritten Runde Probleme mit seiner Bremse und beendete auf Platz 24.

Im zweiten Lauf ging Jan Deitenbach von der für ihn ungewohnten vorderen Position ins Rennen. Der 24jährige startete Top aus Reihe zwei, wurde aber in der ersten Kurve in die Mangel genommen und auf Platz acht zurück gedrängt. Er kämpfte verbissen, musste aber letztendlich noch drei permanente WM-Piloten passieren lassen und wurde elfter. Teamkollege Würterle kämpfte sich beherzt nach vorne und erreichte auf dem 13. Rang das Ziel. Damit waren die Chancen wieder intakt, denn das schlechteste Resultat des Teams darf gestrichen werden.

Im dritten Durchgang kam Bernd Hiemer von der vorderen Position auf Platz sieben nicht so optimal in Fahrt. Jan zeigte dagegen von seiner geliebten hinteren Startposition ein sensationelles Rennen. Von Platz 22 machte er bereits im ersten Umlauf sechs Ränge gut. Im weiteren Verlauf arbeitete er sich noch bis auf die zehnte Position vor und fuhr dabei schnellere Runden als in der Qualifikation. Doch letztendlich blieb die erhoffte Belohnung aus. Teamkollege Hiemer riß zwei Runden vor dem Ende die Kette und er sah das Ziel nicht. So erreichte die deutsche Mannschaft in der Addition der Wertungspunkte Rang sechs. „Schade, da wäre etwas mehr drin gewesen. Obwohl das Podium heute schwer gewesen wäre, die anderen Teams waren glänzend besetzt und haben keine Fehler gemacht,“ bilanziert Deitenbach am Abend. „Ich persönlich bin sehr zufrieden, habe meine Rundenzeiten wieder verbessert und gezeigt, dass ich in Europa zu den Top-Ten Piloten gehöre.“

Jetzt geht es am Wochenende noch zum DM Finale nach Großenhain/Sachsen, wo der Suzuki-Pilot die Saison gerne mit einem Podestplatz beenden möchte.