Jan Deitenbach erneut auf dem Podium bei der Mannschafts-WM!

16.10.2010 - Weltmeisterschaft, International
Supermoto of Nations

Bei der Supermoto-Mannschaftsweltmeisterschaft im französischen Cahors stand Jan Deitenbach mit dem deutschen Team erneut auf dem Podium. Nach dem Ausfall eines Fahrers aus dem deutschen Senior-Team waren es die Junioren, die hinter Gastgeber Frankreich und Favorit Italien mit Platz drei Bronze erreichten. Damit sorgten die "Jung-Guns" mit Jan Deitenbach, Markus Class (beide Suzuki) und Nico Joannidis (Husaberg) erneut für eine faustdicke Überraschung.

Bei dem deutlich erstarkten Fahrerfeld gehörten sie keineswegs zum Favoritenkreis, allenfalls einen Achtungserfolg traute man dem jungen Team zu. Im freien Training musste sich Jan Deitenbach zunächst an die in diesem Jahr bei der WM ausschließlich erlaubte 450er gewöhnen, fährt er doch sonst seine 500er Suzuki. Im Zeittraining der ersten Gruppe sorgte er für Aufregung im Team, als das Getriebe bereits in der ersten Runde den Dienst quittierte. Das Ersatzbike musste geholt werden, und auf der ungewohnten Maschine gab es nur einen enttäuschenden Rang 16. Im nachmittäglichen Qualifikationsrennen konnte der Pilot des Dortmunder MC mit Rang 13 immerhin einige Positionen gut machen. So schaffte das Team mit Platz fünf die Qualifikation unter die besten 16 Teams, darunter erstmals auch Brasilien.

Im Warm-Up am Sonntag zeigte sich Jan Deitenbach wie verwandelt. Fast zwei Sekunden schneller waren seine Rundenzeiten als am Vortag. "Ich habe einfach gut geschlafen", erklärte er zuversichtlich. Dafür sorgte Teamkollege Nico Joannidis für Aufregung. Er hatte den Dreier-Sprung im Offroad versucht und sich heftig überschlagen. Wie durch ein Wunder trug er keine nennenswerten Verletzungen davon, sein Motorrad sorgte bei den Mechanikern jedoch für reichlich Arbeit.

Für den Nachmittag standen die drei Rennen auf dem Plan. Dabei gehen pro nation immer zwei Fahrer an den Start, die Startposition der Fahrer wird dabei vom Team festgelegt. Jan, für seine Aufholjagden bekannt, ging von Platz 21 ins Rennen, der etwas angeschlagene Joannidis durfte von Platz fünf starten. Beide fuhren wie vom Team festgelegt ohne großes Risiko, Joannidis erreichte Platz 12, Deitenbach kämpfte sich bis auf Platz 17 vor. Im zweiten Lauf durfte Jan Deitenbach pausieren Class wurde Achter, Joannidis erreichte Platz 20.

Im letzten Lauf stürmte Markus Class für Deutschland auf Platz drei. Jan Deitenbach, erneut von Platz 21 gestartet, kämpfte sich auf Platz 15 vor. Jetzt waren die Deutschen auf Podiumskurs, denn die Finnen und Engländer waren gestürzt! Doch der Finne Hermunen begann eine rasante Aufholjagd. In den letzten Runden wurde es dann noch einmal ganz eng. "Alles oder nichts" war das Motto, Deitenbach drehte noch einmal auf, fuhr jetzt seine schnellsten Runden. In der letzten Runde verlor Teamkollege Class noch eine Position, gebannt verfolgte das Team den Wertungs- Rechner. Als Deitenbach durchs Ziel brauste, kannte wenige Sekunden später der Jubel keine Grenzen, als Deutschland auf Platz drei aufleuchtete! Mit einem Punkt Vorsprung auf Finnland erreichten das Team Bronze. Damit bestätigten die jungen Piloten, daß der Erfolg vor einem Jahr kein Zufall war.

"Ich habe es heute morgen schon gespürt, daß der Tag gut wird", freute sich Jan mit seinen Teamkollegen und Vater Thomas. Der war erneut als Teammanager für das erfolgreich deutsche Team im Einsatz.

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