Jan Deitenbach trotz Pech-Saison zur Team WM

03.10.2015 - Deutsche Meisterschaft

Obwohl Jan Deitenbach seine Pechsträne auch bei den letzten Rennen der Deutschen SuperMoto Meisterschaft nicht ablegen konnte, wurde er kurzfristig in das deutsche Team zur Mannschafts-WM berufen. Schon am kommenden Wochenende (4. Oktober) geht der Iserlohner im italienischen Lido di Jesolo zusammen mit Michael Kartenberg und Philipp Prestel für Deutschland an den Start. Für den 26 jährigen ist es bereits der sechste Einsatz beim Supermoto of Nations, so viele Starts hat kein andere deutscher Sportler.

Jan Deitenbach - © MikeFoto

„Mir ist schon klar, das ich nach der verkorksten Saison nicht erste Wahl war“, so Jan Deitenbach. „Aber nach Absagen wegen Verletzungen hat man sich an mich gewandt, da ich ja auch schon eine Routine in dem Wettbewerb habe. Ich freue mich einfach!“

Denn auch die letzten beiden Rennen zur SuperMoto IDM liefen für den Suzuki-Piloten alles andere als nach Plan. Bei der Anreise zur vorletzten Runde, die in Tschechien statt fand, ging der Transporter kaputt. Teamkollege Till Goldenstein holte den Pechvogel auf halber Strecke dann ab, nur mit dem nötigsten Material traf man nach einer Nachtfahrt zum Training ein. Startplatz 13 war das nicht zufrieden stellende Resultat. So bleib es auch im Rennen, wobei Jan im zweiten Lauf dann noch beim Start einem gestürzten Fahrer ausweichen musste und ganz ans Ende des Feldes zurück fiel. Immerhin konnte er sich dann mit viel Einsatz auf zwölf vorkämpfen.

Beim Finale in Stendal streikte ausgerechnet vorm Qualifying der Reifenwärmer. So konnte Deitenbach dann nur mit Verspätung auf Zeitenjagd gehen und hatte ob der Hektik auch noch einen Sturz zu verzeichnen. Von Startplatz 16 waren die Top-Ten unerreichbar. „Dabei hätte ich am Renntag mit meinen Zeiten dort mitfahren können“, hadert der Johannes-Bikes Pilot mit seinem Pech. „Nächstes Jahr geht es wieder bei Null los, die DM 2015 muss ich einfach abhaken.“

Teamkollege Till Goldenstein (Norden) sorgte dagegen für ein Happy-End. Trotz zweier Stürze kämpfte er sich im Finale des SuperMoto Pokals noch weit genug nach vorne, um am Ende als Dritter auf das Meisterschafts-Podium zu klettern. Alex Breuker (Iserlohn) hatte zuvor schon Bronze in der Amateur-Trophy geholt. Ü-40 Pilot Matthias Bremer (Iserlohn) verpasste die Top-Fünf seiner Meisterschaft nur um Haaresbreite.

 

Foto: MikeFoto