Pech für Jan Deitenbach bei der EM

27.06.2013 - International

Kein glückliches Wochenende erlebte Jan Deitenbach bei der Super-Moto Europameisterschaft im tschechischen Sosnova. Der Iserlohner hatte im ersten Rennen auf seiner Johannes-Bikes Suzuki den ersten Ausfall der Saison zu verzeichnen. Und auch im zweiten Lauf kämpfte er mit Schwierigkeiten und kam über Rang 13 nicht hinaus.

Pech für Jan Deitenbach bei der EM - Foto: Niegtsch

Bei warmen sommerlichen Bedingungen ging Deitenbach auf der tollen Strecke im Norden Tschechiens in das samstägliche Training. Konzentriert wurde dabei an der Linienwahl und dem Fahrwerk der 450er gearbeitet, doch schnell wurde klar, dass der angestrebte Top-Ten Platz nur schwer zu erreichen war. „Das technische Niveau der Konkurrenz ist gegenüber der letzten Saison noch einmal enorm gestiegen,“ erklärte Deitenbach. „Da kämpfen wir mit unserem nahezu serienmäßigen Motorrad einfach in einer anderen Liga.“ Am Ende stand Startplatz zwölf in der Qualifikation zu Buche.

Für das Warm-Up am Sonntag wurde nach intensiver Analyse der Sektorenzeiten noch einmal die Übersetzung geändert. Doch zu einem Resultat führte das nicht, denn schon direkt zu Beginn sprang Jan Deitenbach wohl etwas zu hart, danach drangen ungewohnte Geräusche aus dem Motor. Um weitere Folgeschäden zu vermeiden, wurde der Einsatz sofort gestoppt. Nach kurzer Beratung wechselte man dann schnell noch auf das Ersatz-Motorrad, daß allerdings nicht auf dem technischen Stand der Rennmaschine war. Im ersten Rennen gelang der Start mit dem ungewohnten Motorrad relativ gut, Platz zwölf konnte gehalten werden. Bereits in der zweiten Runde stürzten zwei Fahrer direkt vor Deitenbach schwer, das Rennen musste abgebrochen werden. Beim Re-Start war der Iserlohner dann aber nicht mehr dabei. In der Einführungsrunde hatte er bemerkt, dass die hintere Bremse völlig wirkungslos war! So ging es ins Fahrerlager zurück. „Mir ist beim ersten Start ein Kontrahent hinten in die Seite gefahren, dabei muß er wohl die Bremsleitung getroffen haben,“ erklärte ein sichtlich enttäuschter Jan Deitenbach.

Zum zweiten Rennen wurde die komplette Bremsanlage gewechselt, und hoch motiviert ging der Suzuki-Pilot ins Rennen. Vom Start brauste er direkt auf Position acht vor, als neunter kam Deitenbach aus der ersten Runde. Vier Runden konnte er den Platz halten, dann gingen die Verfolger nach und nach vorbei, fast alle auf der langen Startgeraden! „Das war zu erwarten, da fehlen einfach einige PS. Und außerdem hat die hintere Bremse nicht richtig funktioniert,“ so Deitenbach. Bis auf Platz 14 wurde er durchgereicht, konnte aber zum Ende wieder Boden gut machen und erreichte dann als 13. das Ziel.

„Sosnova ist einfach nicht mein Ding. Hier habe ich schon bei meiner allerersten EM damals mit der 250er Pech gehabt, und jetzt wieder. Schade!“ zog er am Abend Bilanz. „Jetzt konzentrieren wir uns ganz auf die DM, da geht es Anfang August weiter, bis dahin werde ich viel trainieren.“