Bei herrlichem Sonnenschein und prall gefüllten Zuschauerrängen machten sich die Piloten der Internationalen Deutschen Supermoto Meisterschaft daran, die neue Freiburger Bahn im Gewerbepark Breisgau zu beleben. Der neu angelegte Offroad bot den Fahrern eine optimale Spielwiese und den Zuschauern ein atemberaubendes Arena-Feeling.
S1 DM - Freiburg
Bereits im Zeittraining verdeutlichte Mauno Hermunen seine Entschlossenheit, den Meistertitel vorzeitig klar zu machen. Nachdem Jürgen Künzel und Cyrill Scheiwiller ihre ersten schnellen Runden abgeliefert hatten, legte der Tabellenführer ganz schamlos eine um 1,5 Sekunden schnellere Zeit auf den Asphalt. Die Verfolger konnten zwar später noch ein wenig heranrücken, aber selbst danach war Hermunen noch knappe 0,7 Sekunden schneller unterwegs. Während sich Scheiwiller den zweiten Startplatz sichern konnte, verabschiedete sich Künzel mit einem Lagerschaden am Hinterrad aus der ersten Startreihe. Mit Harry Näpflin auf Rang drei und Petr Vorlicek auf vier, war die Front im S1 Zeittraining international besetzt.
Schon aus der Startrunde des ersten Rennens kam Hermunen mit einem ordentlichen Abstand zurück, um sich danach Zug um Zug weiter abzusetzen. Zu guter Letzt brannte er dem Duo Scheiwiller-Künzel 15 Sekunden auf den Pelz und gewann das Rennen. Künzel war zu Beginn des Rennens an Scheiwiller vorbei gezogen, musste aber später dem Druck nachgeben und bei einer Attacke des jungen Schweizers zurückstecken. Hinter den beiden hatte sich Julian Becher auf Rang vier eingenistet. Er schaute sich den Schlagabtausch der beiden zwar aus nächster Nähe an, griff jedoch nicht ein und wurde Vierter. Im Kampf um Platz fünf fand der eigentliche Krimi dieses Rennens statt. Harry Näpflin, Marcel Götz, Petr Vorlicek und Markus Volz führten einen erbitterten Kampf. Götz schaffte es im Offroad an seinem Teamkollegen Näpflin vorbei zu gehen und Rang fünf ins Ziel zu retten. Die vier überquerten die Ziellinie in einem Zeitfenster von 0,7 Sekunden. Ein eindeutiges Zeichen für pure Spannung.
Lauf 1: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Cyrill Scheiwiller (CH/Yamaha), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Julian Becher (D/Kawasaki), 5. Marcel Götz (CH/Kawasaki)
Im zweiten Rennen ging es für Hermunen um den vorzeitigen Sieg in der Meisterschaft. Der Finne verrichtete seinen Job mit Bravour und zauberte einen weiteren Start-Ziel Sieg auf die Freiburger Bahn. Dahinter waren es wieder Künzel und Scheiwiller die sich balgten. Ähnlich wie im ersten Lauf setzte sich Künzel schnell vor den Schweizer, um ihm gegen Ende des Rennens wieder den Vortritt zu lassen. "Ich muss die Meisterschaftstabelle im Auge haben. Da kann ich mir gefährliche Situationen mit Cyrill als Gaststarter nicht erlauben." Platz drei kämpften Julian Becher und Petr Vorlicek unter sich aus. Becher zeigte eindrucksvoll, dass er dem dauernden Druck des dreifachen Deutschen Meisters durchaus gewachsen ist und wurde Vierter vor Vorlicek. Die zwei lieferten sich im Offroad mehrere Überholmanöver mit entsprechendem Konter und unterhielten die Massen mit ihrem Zweikampf.
Lauf 2: 1. Mauno Hermunen (FIN/Husqvarna), 2. Cyrill Scheiwiller (CH/Yamaha), 3. Jürgen Künzel (D/Aprilia), 4. Julian Becher (D/Kawasaki), 5. Petr Vorlicek (CZ/Suzuki)
S1 Meisterschaftsstand nach 12 von 14 Rennen:
Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 300 Punkte
Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 231 Punkte
Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 209 Punkte
Markus Volz (#3) / KTM - 194 Punkte
Julian Becher (#98) / Kawasaki - 183 Punkte
Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 168 Punkte
Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 154 Punkte
Asseri Kingelin (#11) / Honda - 129 Punkte
Jean-Marc Gaillard (#4) / Honda - 120 Punkte
Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
S2 DM - Freiburg
Mit erschreckend deutlicher Überlegenheit konnte Michi Herrmann das Zeittraining für sich entscheiden. Sein Meisterschafts-Konkurrent Jochen Jasinski fuhr auf Startplatz zwei, musste aber eine ganze Sekunde Abstand zu Herrmann verschmerzen. Nico Joannidis und Dirk Spaniol vervollständigten die erste Startreihe. Auch beim Start war Herrmann der Schnellste. Er zog im ersten Lauf davon und zeigte da schon sehr deutlich, dass er nicht vor hat, sich in Freiburg in die Meisterschaftssuppe spucken zu lassen. Jasinski hatte anfangs auch kaum Gelegenheit sich nach vorne zu orientieren, da Spaniol und Joannidis ihm ordentlich auf die Pelle rückten. Weil Spaniol sich nicht gegen Jasinski durchsetzte, wagte Joannidis den Schritt nach vorne, passierte Spaniol und griff Jasinski an. Kurz vor Schluss, Spaniol hatte den direkten Kontakt schon verloren, rutschte Joannidis im großen Anlieger das Vorderrad weg. Bevor Joannidis wieder los kam, war Spaniol durch und sicherte sich den dritten Platz. Jan Deitenbach wurde, mit 22 Sekunden Rückstand auf Joannidis, Fünfter.
Lauf 1: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 4. Nico Joannidis (D/Husaberg), 5. Jan Deitenbach (D/Suzuki)
Den zweiten Lauf packte Herrmann wieder ganz genau so an wie den ersten. Start gewinnen und davon ziehen schien ihm die beste Alternative zu sein. Und auch dieses Mal durchkreuzte niemand seinen Plan. Jasinski folgte in relativem Abstand zum Tabellenführer und ließ seinerseits Joannidis und Spaniol ein wenig stehen. Die beiden führten nämlich erneut einen erbitterten Kampf um den dritten Platz. Doch Joannidis ließ sich nicht beirren. Im letzten Drittel des Rennens verpasste Spaniol eine Schikane und kam nur kurz aus dem Konzept. Das reichte allerdings schon, um den Druck von Joannidis zu lassen. Der zog die Flucht nach vorne vor und arbeitete sich bis auf drei Sekunden an Jasinski heran. Am Ende sicherte sich Joannidis den hart verdienten dritten Platz vor Spaniol. Jan Deitenbach und Andreas Mikkelsen balgten sich um Rang fünf. Ein Duell das Deitenbach für sich entscheiden konnte.
Lauf 2: 1. Michael Herrmann (D/Husqvarna), 2. Jochen Jasinski (D/Husaberg), 3. Nico Joannidis (D/Husaberg), 4. Dirk Spaniol (D/Suzuki), 5. Jan Deitenbach (D/Suzuki)
S2 Meisterschaftsstand nach 12 von 14 Rennen:
Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 291 Punkte
Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 249 Punkte
Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 211 Punkte
Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 203 Punkte
Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 148 Punkte
Frederik Erikkson (#14) / Honda - 143 Punkte
Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 142 Punkte
Toni Krettek (#51) / Suzuki - 128 Punkte
Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 126 Punkte
Morten Hagemann (#34) / Husqvarna - 118 Punkte
Quelle: www.supermotodm.de
Bild: www.husqvarna-motorrad.de
| DM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Hermunen, Mauno | 290 Pkt. |
| 2° | Volz, Markus | 227 Pkt. |
| 3° | Götz, Marcel | 200 Pkt. |
| 4° | Kejmar, Pavel | 199 Pkt. |
| 5° | Class, Markus | 199 Pkt. |
| DM S2 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Joannidis, Nico | 225,5 Pkt. |
| 2° | Spaniol, Dirk | 216 Pkt. |
| 3° | Hermann, Michaeln | 203 Pkt. |
| 4° | Deitenbach, Jan | 201 Pkt. |
| 5° | Jasinski, Jochen | 188 Pkt. |
| WM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Chareyre, Thomas | 255 Pkt. |
| 2° | Chareyre, Adrien | 248 Pkt. |
| 3° | Lazzarini, Ivan | 224 Pkt. |
| 4° | Hermunen, Mauno | 212 Pkt. |
| 5° | Marie Luce, A. | 159 Pkt. |