19. Juni 2010 - 22:00
Super-Moto am Berg!
Am 26. und 27. Juni steht das sächsische Lichtenberg im Blickpunkt der Motorradfans. Erstmals ist die Internationale Deutschen Supermoto Meisterschaft auf dem Erzgebirgsring zu Gast.

Die einmalige Berg- und Talbahn in der Nähe von Freiberg, auf halbem Weg zwischen Chemnitz und Dresden, erwartet Teilnehmer aus über 10 Nationen. Insgesamt werden zum dritten Saisonlauf rund 200 Fahrer in zwölf Rennen an den Start gehen.
Im Mittelpunkt stehen natürlich die beiden DM Klassen S1 (bis 450 Kubik) und S2 (über 480 Kubik). Doch das Programm ist weitaus umfangreicher. Die Nachwuchsfahrer aus der ADAC S3 Youngster und Junioren sowie der nationale Pokal C1 und C2 gehen ebenso an den Start wie eine Amateurklasse.
In der S1 steht der zweimalige Weltmeister Bernd Hiemer klar im Mittelpunkt des Interesses. Doch der KTM-Pilot konnte sich bei seiner Rückkehr nach einigen Jahren DM-Abstinenz aufgrund einiger Stürze noch nicht wie erhofft in Szene setzen. Damit rangiert er auf Platz drei der Tabelle, knapp vor dem amtierenden Meister Petr Vorlicek (Suzuki). Der Tscheche haderte zum Saisonstart noch etwas mit einer Trainingsverletzung. Auf Position zwei findet sich der sechsfache Meister Jürgen Künzel. Er wechselte erst kurz vor dem Meisterschaftsstart auf eine Werks-Aprilia und kommt immer besser in Fahrt.
Ganz vorne dominiert aber scheinbar nach belieben Mauno Hermunen (Husqvarna). Der Finne, amtierender Meister in der S2, gewann auch in seiner neuen Klasse bisher alle Rennen. Und der Erzgebirgsring ist so etwas wie die Heimstrecke des Finnen, der während der Saison im benachbarten Dresden wohnt. Mit dem erst 19jährigen Markus Class (Suzuki) meldete sich aber auch noch ein neuer Kandidat für das Podium.
In der großen Klasse S2 gibt mit Michi Herrmann ebenfalls ein Umsteiger deutlich den Ton an. Der neue Husqvarna-Pilot gewann drei von vier Läufen. Aktuell hat Herrmann jedoch Trainingspause, da er sich bei einem Enduro eine schmerzhafte Handverletzung zuzog. Anders seine Verfolger. Routinier Dirk Spaniol (Suzuki) nutzte mit seinem Team das rennfreie Großenhain-Wochenende zu einem intensiven Training vor Ort. Und auch der amtierenden Champion Jochen Jasinski (Husaberg), mit einem Ausfall beim Auftakt aktuell nur Dritter, bereitete sich intensiv im Erzgebirge vor. Dahinter lauert die Generation U21 mit Nico Joannidis, Lukas Wolf und Jan Deitenbach auf ihre Chance auf einen Podiumsplatz.
Im Supermoto Pokal C1 gibt es einen heißen Kampf zwischen den beiden Aufsteigern aus der S3 Youngster Kevin Würterle und Steffen Schmid (beide KTM) und dem Routinier Alexander Köckritz (Husqvarna). Die große C2 wird derzeit klar vom ehemaligen Moto-Cross Profi Andre Prehn (Honda) beherrscht. Und in der S3 sorgt mit Max Niwiadomski (Husqvarna) ebenfalls ein Aufsteiger aus den Junioren für Aufsehen.
Das Training beginnt am Samstag, 26. Juni, die ersten Rennen laufen dann ab 17.00 Uhr. Am Sonntag startet das erste Rennen ab 10.30 Uhr. In der Mittagspause geben die Stars eine Autogrammstunde, und das Fahrerlager lädt ein, den Mechanikern bei der Arbeit über die Schultern zu schauen.
Ab 13.00 Uhr beginnen die Läufe der Inter-DSM.
Weitere Informationen unter www.supermotodm.de und www.erzgebirgsring.de.