Nach einem durch und durch verregneten Samstag, musste die Super-Moto DM in Großenhain am Veranstaltungssonntag vorzeitig abgebrochen werden. Die Regenschauer hielten während der Nacht und dem Vormittag an und setzten die Betonplatten-Strecke des nunmehr stillgelegten Flugplatzes, an einigen Stellen zu stark unter Wasser. Diese Tatsache verlangte nach einer wohl überlegten und konsequenten Entscheidung der Rennleitung. Leider entging den DM-Piloten dadurch die letzten Möglichkeiten das Gesamtergebnis zu beeinflussen, doch gerade die frisch gekürten Meister hatten ohnehin solide Polster.
Besonders tragisch war die Wettersituation allerdings für den Veranstalter MSC Großenhain. Schlimm genug, dass der Verein den ursprünglich für Juni angesetzten Termin schon weitestgehend organisiert hatte und diesen dann wegen Sturmschäden in der Region kurzfristig absagen musste. Nun fiel die neuerlich angesetzte Veranstaltung auch noch ins Wasser und zu erwartende Zuschauereinnahmen stehen aus. Im neuen Kalender der Super-Moto DM steht Großenhain allerdings wieder auf der Liste. Heiko Arndt und seine Mannschaft signalisierten dadurch ihre hohe Solidarität und ihr Engagement zum Super-Moto Sport, was hoffentlich zur Einhaltung des geplanten Termins führen wird.
S1 DM
In der S1 hatte Hermunen die Meisterschaft schon seit Freiburg in der Tasche, und die Distanz zwischen Jürgen Künzel und Petr Vorlicek ist mit 22 Punkten recht deutlich. Natürlich hatte Markus Volz sich seine Chancen errechnet, um Vorlicek vom Podest zu stoßen, doch auch er nahm die versagte Möglichkeit sportlich.
Im Rückblick auf die Saison darf man von einem überlegenen Mauno Hermunen sprechen, der in keinem Moment der Saison auch nur den Hauch einer Schwäche gezeigt hat. Jürgen Künzel startete seit Anfang des Jahres souverän durch, konnte sich allerdings auch glücklich schätzen, dass Vorlicek im Laufe der Saison seine schwächeren Phasen hatte.
S1 Endstand nach 12 von 12 Rennen:
Mauno Hermunen (#131) / Husqvarna - 300 Punkte
Jürgen Künzel (#74) / Aprilia - 231 Punkte
Petr Vorlicek (#2) / Suzuki - 209 Punkte
Markus Volz (#3) / KTM - 194 Punkte
Julian Becher (#98) / Kawasaki - 183 Punkte
Marcel Götz (#54) / Kawasaki - 168 Punkte
Harry Näpflin (#9) / Kawasaki - 154 Punkte
Asseri Kingelin (#11) / Honda - 129 Punkte
Jean-Marc Gaillard (#4) / Honda - 120 Punkte
Bernd Hiemer (#12) / KTM - 115 Punkte
S2 DM
Michi Herrmann hätte sicherlich nicht den Kampf gescheut und seine 42 Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze gerne auf der Strecke verteidigt. So brauchte er dies allerdings nicht mehr zu tun und durfte sich am Sonntag Vormittag von seinem Team zum Meistertitel beglückwünschen lassen. Besonders schade war die Absage des Rennens für Nico Joannidis. Er hatte sich im Zeittraining seine erste Pole Position in der S2 herausfahren können und kam nun nicht dazu diese auszunutzen.
Sein Saisonziel hat Michi Herrmann erreicht und darf sich somit zum zweiten Mal über einen DM-Meistertitel freuen. Jasinski konnte im ganzen Jahr bloß drei Rennsiege einfahren, war Herrmann aber stets auf den Fersen. Joannidis und Dirk Spaniol boten den Fans, und vor allem sich selbst, ein spannendes Kopf an Kopf Rennen im Verlauf der Saison.
S2 Endstand nach 12 von 12 Rennen:
Michael Herrmann (#5) / Husqvarna - 291 Punkte
Jochen Jasinski (13) / Husaberg - 249 Punkte
Nico Joannidis (#116) / Husaberg - 211 Punkte
Dirk Spaniol (#17) / Suzuki - 203 Punkte
Andreas Mikkelsen (#24) / Husqvarna - 148 Punkte
Frederik Erikkson (#14) / Honda - 143 Punkte
Jan Deitenbach (#44) / Suzuki - 142 Punkte
Toni Krettek (#51) / Suzuki - 128 Punkte
Fabian Riedl (#30) / Suzuki - 126 Punkte
Morten Hagemann (#34) / Husqvarna - 118 Punkte
S3 ADAC Junior und Youngster Cup
Bei den Junioren hatte Benedikt Waag bis zum Schluss die Nase vorne. Der junge Mann aus Berlin bestritt die Meisterschaft gegen seine vier Kontrahenten sehr souverän und trug bis auf einen dritten Platz ausschließlich Siege davon. Er wird kommendes Jahr in die Youngster-Kategorie aufsteigen. Dort war das Podium international besetzt. Manuel Hagleitner und Josef Stehrer, beides Österreicher, mussten Milan Sitniansky Junior den Vortritt lassen. Der junge Zögling von Petr Vorlicek holte den Meistertitel dank konstanter Top-Platzierungen in die Tschechische Republik. Der Deutsche Top-Favorit in dieser Klasse heißt Maximilian Niewiadomski. Nach einem sturzbedingten Komplett-Ausfall in Freiburg, wurde er in dieser hart umkämpften Meisterschaft auf Rang vier zurück geworfen.
S3 Junior Endstand nach 10 von 10 Rennen:
Benedikt Waag (#36) / Honda - 245 Punkte
Florian Metzenrath (#66) / Kawasaki - 214 Punkte
Nico Günther (#4) / Suzuki- 171 Punkte
Tobias Lebherz (#37) / Yamaha - 108 Punkte
Michelle Wiegand (#24) / Honda - 64 Punkte
S3 Youngster Endstand nach 10 von 10 Rennen:
Milan Sitniansky (#121) / Suzuki - 230 Punkte
Manuel Hagleitner (#131) / Husqvarna - 215 Punkte
Josef Stehrer (#690) / KTM - 176 Punkte
Maxi Niewiadomski (#96) / Husqvarna - 171 Punkte
Felix Bauer (#94) / Honda - 168 Punkte
C1 und C2 Pokal
Im C1 Pokal machte Kevin Würterle den Titel fest. Der einzige entscheidende Lauf für eine Meisterschaft war das C1 Rennen am Samstag Nachmittag, welches unter den widrigen Bedingungen allerdings auch abgebrochen wurde. Für Würterle kein Problem, denn er hatte, wie die meiste Zeit der kompletten Saison, die Führung inne und wurde anschließend zum Meister gekürt. Um Rang zwei in der Meisterschaft hatten Steffen Schmid und Alexander Köckritz zu kämpfen. In der Summe war Schmid konstanter im Punktesammeln.
André Prehn konnte sich als Sieger des C2-Pokal feiern lassen. Der Norddeutsche bot während der kompletten Saison eine saubere Vorstellung, die trotz aller Anstrengungen der anderen, nur selten gestört werden konnte. Gordon Erler, der Zweite in der Gesamtwertung, schaffte es zwei Rennsiege an sich reißen, Eric Müller gewann einen Lauf, genau wie Frank Brockhausen. Gerade die beiden hätten in Großenhain noch entscheidende Punkte sammeln können, da Brockhausen denkbar knappe zwei Zähler hinter Müller den vierten Rang in der Meisterschaft einnimmt.
C1 Endstand nach 11 von 11 Rennen:
Kevin Würterle (#7) / KTM - 243 Punkte
Steffen Schmid (#80) / KTM - 217 Punkte
Alexander Köckritz (#232) / Husqvarna - 197 Punkte
Alexander Büttner (#36) / Husqvarna - 171 Punkte
Janina Würterle (#2) / KTM - 166 Punkte
Thomas Deistler (#81) / KTM - 160 Punkte
Max Nölte (#77) / Suzuki - 144 Punkte
Nico Lippek (#8) / Suzuki - 112 Punkte
Kai Löbe (#96) / Aprilia - 100 Punkte
Maximilian Herrmann (#488) / Suzuki - 83 Punkte
C2 Endstand nach 10 von 10 Rennen:
Andre Prehn (#62) / Honda - 232 Punkte
Gordon Erler (#90) / Aprilia - 207 Punkte
Eric Müller (#89) / Suzuki - 163 Punkte
Frank Brockhausen (#11) / Yamaha - 161 Punkte
Frank Hengst (#98) / KTM - 122 Punkte
Rik Zulka (#161) / Husaberg - 116 Punkte
Ronny Liening (#56) / KTM - 100 Punkte
Christian Reiß (#111) / Husqvarna - 97 Punkte
Eike Moes (#84) / KTM - 95 Punkte
Michael Sommer (#17) / KTM - 94 Punkte
Quelle: www.supermotodm.de
| DM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Hermunen, Mauno | 290 Pkt. |
| 2° | Volz, Markus | 227 Pkt. |
| 3° | Götz, Marcel | 200 Pkt. |
| 4° | Kejmar, Pavel | 199 Pkt. |
| 5° | Class, Markus | 199 Pkt. |
| DM S2 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Joannidis, Nico | 225,5 Pkt. |
| 2° | Spaniol, Dirk | 216 Pkt. |
| 3° | Hermann, Michaeln | 203 Pkt. |
| 4° | Deitenbach, Jan | 201 Pkt. |
| 5° | Jasinski, Jochen | 188 Pkt. |
| WM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Chareyre, Thomas | 255 Pkt. |
| 2° | Chareyre, Adrien | 248 Pkt. |
| 3° | Lazzarini, Ivan | 224 Pkt. |
| 4° | Hermunen, Mauno | 212 Pkt. |
| 5° | Marie Luce, A. | 159 Pkt. |