Pleven/Bulgarien - Beim vierten Lauf zur Supermoto Europameisterschaft sorgte Jan Deitenbach mit Rang drei im ersten Rennen für seinen bisher größten Erfolg in diesem Championat. Auf der einmaligen Strecke von Pleven im Norden Bulgariens, auf der er schon im vergangenen Jahr die Mannschafts-Weltmeisterschaft gewann, vereitelte nur ein Startunfall im letzten Rennen den Sprung auf das Gesamt-Podium.
Anders als eine klassische Super-Moto Strecke, bei der ein Mischung von Straßenstrecke und 30 Prozent Gelände gefahren wird, ist der Untergrund in Bulgarien ausschließlich fester Boden. Eine so genannte Sky-Section, mit gewaltigen Sprüngen, Wellen und überhöhten Kurven aus Beton und Asphalt, bildet den "Gelände-Anteil". Hier ist äußerst präzises Springen und auch Mut gefragt. Bereits im Training kämpfte der Suzuki-Pilot von Beginn an um einen Platz in der ersten Startreihe. War bisher in seinem ersten kompletten Jahr in der Europameisterschaft ein Platz unter den Top-Ten sein Ziel, verpasste Jan um die Winzigkeit von fünf Hundertstel Sekunden mit Rang fünf dieses Ziel knapp.
Im ersten Rennen stürmte er aber gleich auf den dritten Rang vor uns sorgte für Begeisterung bei seinem kleinen Team. Hinter ihm drängte der routinierte Italiener Bartolini, immerhin auf Platz zwei der aktuellen WM. Doch der 21jährige Deitenbach blieb standhaft und brauste jubelnd auf Platz drei durchs Ziel - sein erstes Lauf-Podium bei der EM! Im zweiten Durchgang klappte der Start nicht ganz perfekt, jetzt war es Rang vier. Erneut drängte der Italiener hinter Deitenbach, und zur Halbzeit drängelte er sich dann auch mit hartem Körperkontakt vorbei. Deitenbach blieb dran und bereitete sich auf einen Schlußspurt vor. Doch zwei Runde vor dem Rennen gab es zwei gewaltige Rutscher, die Reifen waren am Ende. Doch auch Rang fünf war erneut ein tolles Resultat.
Im letzten Lauf gelang ein perfekter Start. Aus der ersten Kurve kam er in der Spitzengruppe. Im zweiten Eck gab es dann aber einen Schubser von hinten, Deitenbach kippte um und ein weiteres Motorrad auf ihm. Erst als Letzter fuhr der Pilot des Dortmunder MC wieder los und startete ein furiose Aufholjagd. Nach einigen Runden war der Anschluss an das Mittelfeld hergestellt, nach einer Viertelstunde des zwanzigminütigen Rennens lag er bereits auf Rang neun. In den letzten Runden konnte er dann noch zwei weitere Fahrer überholen und brauste auf Rang sieben durchs Ziel. Und dort fehlten gerade einmal sechs Sekunden zu Platz drei! Dennoch war der junge Suzuki-Pilot etwas enttäuscht, verpasste er doch ganz knapp den Sprung auf das Treppchen. Anerkennung gab es aber von höchster Stelle. Dr. Srb, Repräsentant des Weltverbandes FIM, erklärte Jan Deitenbach anschließend spontan zum Fahrer des Rennens!
| DM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Hermunen, Mauno | 290 Pkt. |
| 2° | Volz, Markus | 227 Pkt. |
| 3° | Götz, Marcel | 200 Pkt. |
| 4° | Kejmar, Pavel | 199 Pkt. |
| 5° | Class, Markus | 199 Pkt. |
| DM S2 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Joannidis, Nico | 225,5 Pkt. |
| 2° | Spaniol, Dirk | 216 Pkt. |
| 3° | Hermann, Michaeln | 203 Pkt. |
| 4° | Deitenbach, Jan | 201 Pkt. |
| 5° | Jasinski, Jochen | 188 Pkt. |
| WM S1 Klasse | ||
|---|---|---|
| 1° | Chareyre, Thomas | 255 Pkt. |
| 2° | Chareyre, Adrien | 248 Pkt. |
| 3° | Lazzarini, Ivan | 224 Pkt. |
| 4° | Hermunen, Mauno | 212 Pkt. |
| 5° | Marie Luce, A. | 159 Pkt. |