11. Mai 2007 - 11:40
Supermotard Swiss Championship - Büron vom 05./06. Mai 2007
Mit viel Spannung warteten die Supermotardfahrer, aber auch deren Betreuer und die Fans auf den Saisonstart im luzernischen Büron. Der Veranstalter erhielt nach einem Jahr Pause wieder die Gelegenheit das erste Rennen zur Schweizermeisterschaft 2007 zu veranstalten.
Die neue Strecke wurde jedoch von vielen Fahrern, aber auch von den Zuschauern nicht besonders gerühmt. Sicher sorgten die zusätzlichen Regengüsse für spezielle Mehrarbeit und vor allem im neuen Off-Road-Bereich für Moto-Cross Verhältnisse. Trotz den zeitweise misslichen Wetterverhältnissen besuchten knapp 4'000 Zuschauer den Saisonauftakt.
Prestige 450
Nach der Zusammenlegung der beiden letztjährigen Klassen S1 und S2 in eine einzige Königskategorie war natürlich besondere Spannung geboten, welcher Fahrer in Büron die Spitze übernehmen würde. In den beiden Freitrainings lagen der Österreicher Heino Meusburger und Dani Müller (beide Yamaha) vorne. Im Zeittraining stellte der deutsche Markus Volz seine HPS-KTM auf die Pole, vor Marcel Götz (KTM), Dani Müller und Heino Meusburger.
Den Start zum ersten Lauf gewann Markus Volz und er führte das Feld die ersten drei Runden an. Marcel Götz kam nur als Vierter aus der ersten Runde zurück. Er hatte mit den Reifen gepokert und hinten einen Slik montiert. Er schnappte sich in der zweiten Runde Dani Müller, in der Dritten Simon Baumann (Suzuki), in der Vierten Markus Volz und fuhr danach einem ungefährdeten Sieg entgegen. Volz und Müller konnten mit ihren Regenreifen nicht mehr mithalten und der Überraschungsmann des Tages Simon Baumann, ebenfalls mit Trockenreifen unterwegs, holte sich Platz 2. Andere im Vorfeld genannten Favoriten, wie Dupasquier (KTM), Herger (Suzuki), Züger (HPS-KTM), alle nicht ganz fit oder die Lokalmatadoren Marti und Reinhard (mehrere Stürze) hatten nichts mit der Ausgangslage zu.
Im zweiten Lauf übernahm Marcel Götz von Anfang an das Tempodiktat und feierte einen überlegenen Start-Ziel Sieg. Dahinter war es diesmal weniger spannend. Dani Müller fuhr auf einem sicheren 2. Platz und holte wichtige Punkte. Mit 15 Sekunden Abstand fuhr Simon Baumann vor Markus Volz als Dritter ins Ziel und lag somit im Tagesklassement, wie auch in der Meisterschaft auf Platz 2 vor Daniel Müller.
Challenger
Den ersten Lauf gewann der Liechtensteiner Beat Erne (Suzuki), vor dem Polemann Reto Willimann (KTM) und der schnellen Dame Angela Haag (Yamaha). Im zweiten Lauf begann es nach wenigen Runden stark zu regnen. Die Rennleitung entschloss sich nach dem Erreichen der minimalen Renndistanz das Rennen ab zu winken und somit richtig zu werten. Der Pechvogel des ersten Laufes, Nicolas Schnegg (Yamaha), (Plattfuss, fiel in den letzten zwei Runden vom 3. auf den 5. Platz zurück) gewann diesen Lauf vor Willimann und Dario Tanner (Suzuki). Den Tagessieg holte sich Reto Willimann, vor Nicolas Schnegg und Angi Haag.
Rookie
In der Kategorie Rookie gibt es dieses Jahr nur einen Topfavoriten, der 15-jährige Ulisbacher Cyrill Scheiwiller. Er fuhr bereits in beiden Freitraings Bestzeit und stellte seine Keller-Yamaha im Zeittraining auf die Poleposition. Das junge Nachwuchstalent gewann beide Läufe überlegen und wird dieses Jahr unter normalen Umständen nicht zu schlagen sein. Dahinter herrscht mehr Spannung. Für den Kampf um Platz 2 ist für ein halbes Dutzend Fahrer bereit. Viel Pech hatte der Surseer Patrik Limacher (YAMAHA). Zweimal zweitschnellster in den Freitrainings und als Vierter im Zeittraining wurde er im ersten Lauf Achter (nach Sturz) und den zweiten Lauf beendete er auf Platz 26. (technische Probleme). Die Ehrenplätze im Tagesklassement erreichten André Britschgi (Yamaha), Andi Birchler (KTM) und Simon Birrer (Suzuki).
Youngster 125/250
Auch in dieser Klasse gibt es für die kommende Saison einen klaren Top-Favoriten. Der 18-jährige Fabian Tellenbach (KTM) gewann beide Läufe überlegen und sicherte sich den Tagessieg. Im ersten Lauf wurde Erich Felder (YAMAHA) Zweiter vor seinem Team-Brun Kollegen Lukas Fischer. Im zweiten Lauf gelang es den Pechvögeln des ersten Laufes Philipp Inderbitzin (Kawasaki) und Roman Ehrenzeller (KTM) auf die Plätze 2 und 3 zu fahren. Dafür erwische es diesmal Erich Felder (Plattfuss) und Lukas Fischer (Frühstart und Sturz). Das Tagesklassement gewann Tellenbach vor Inderbitzin und Yves Lindegger (Yamaha).
Youngster 85
Marc Reiner Schmidt gewann die Klasse vor Jesko Raffin. Beide Fahrer gewannen je einen Lauf. Dritter wurde Marcel Baumgartner.
Promo
Den ersten Lauf gewann Andreas Gautschi (KTM) vor Andy Heierli (Husaberg) und Marcel Senn (Kawasaki). Im zweiten Lauf waren drei andere Fahrer vorne. Oliver Delacombaz (Husqvarna), der Pechvogel des ersten Laufes gewann diesmal vor Thomas Fuhrer (KTM) und Jonathan Moret (Yamaha). Tagessieger wurde der mit einer Tageslizenz gestartete Thomas Fuhrer.
Quad
Bei den Quad?s, welche neu drei Läufe fahren blieben die Favoriten die gleichen wie im letzten Jahr. Hansruedi Herren gewann die Läufe zwei und drei, während Alfred Wolber den ersten Lauf gewann. Das Tagesklassement Quad Open gewann Herren, vor Martin Bühler und Alfred Wolber. Die Klasse Quad 450 wurde von Hans-Jörg Traber, vor Christophe Cuche und dem deutschen Gast Roland Sum gewonnen.
Speedy Gonzales Super Final
Eine faustdicke Überraschung gab es im Speedy Finale. Dani Müller übernahm nach dem Start die Führung. Als er in der 7. Runde Bodenkontakt hatte und sich auf Platz sechs wieder einreihen konnte, war die Bahn frei für den Crosser und Supermotard Neuling Simon Baumann. Er lies sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und siegte vor seinem Cross-Kollegen Philippe Dupasquier. Dritter wurde Markus Volz, vor dem fantastisch fahrenden Cyrill Scheiwiller, welcher drei Runden vor Schluss seinen Team Kollegen Heino Meusburger im Off-Road überholte und somit als Vierter durchs Ziel fuhr. Marcel Götz verzichtete auf die Teilnahme.
Am nächsten Rennen am 2./3. Juni in Hoch-Ybrig müssen die Sieger von Büron ihre Leistungen bestätigen und die Pechvögel wollen zeigen, dass auch sie für die neue Saison bereit sind. Also ist wieder für Superspannung gesorgt.
Quelle: www.supermotard-racing.ch