05. Mai 2010 - 16:59

Top-Ten beim EM Auftakt für Jan Deitenbach

Castelletto di Branduzzo (Italien) - Mit einem starken zehnten Rang begann Jan Deitenbach die Supermoto-Europameisterschaft im italienischen Castelletto die Branduzzo in der nähe von Mailand. Der einzige deutsche Teilnehmer wurde dabei drittbester "Nicht-Italiener" auf der permanenten Trainingsstrecke der einheimischen Fahrer. Vor allem im letzten der drei Rennläufe sorgte der Suzuki-Pilot mit Rang acht für Aufmerksamkeit.

Im Qualifikationstraining galt es zunächst einmal, sich einen Startplatz für die Rennen zu sichern, 45 Fahrer aus 13 Nationen kämpften um die 32 Startplätze. Mit Rang zwölf sicherte sich Jan Deitenbach souverän die Qualifikation. Doch der 20jährige war nicht zufrieden. "Wir haben kurz vor Ende noch einen neuen Reifen montiert, aber ich hatte bei den vielen Fahrern keine freie Runde mehr. Da wäre Platz sieben möglich gewesen", haderte er mit den Umständen. Beim Warm-Up am nächsten Morgen stellte er das unter Beweis, als er locker die Wunschzeit erreichte.

Der Start zum ersten Lauf klappte gut, doch der EM-Neuling war dann noch etwas zu vorsichtig in der ersten Kurve und fiel auf Platz 16 zurück. Bis auf Rang zwölf ging es im 20 minütigen Rennen wieder nach vorne. "Die Piste ist zwar sehr lang und schnell, aber es gibt kaum Ecken zum Überholen", erklärte er anschließend. Im zweiten Lauf agierte er in der ersten Kurve deutlich mutiger, wurde jedoch von zwei Italienern kräftig in die Zange genommen, und musste neben die Strecke ausweichen. Auf Rang 17 kam Deitenbach aus der ersten Runde zurück. Zusammen mit seinem Tschechischen Teamkollegen Petr Vorlicek kämpfte sich das Duo gemeinsam vor. Kurz vor dem Ende konnte der DMSB-Junior seinen Mitstreiter überholen und erreicht auf Position elf das Ziel. "Die Gangart ist hier deutlich härter als in der deutschen Meisterschaft", stellte Deitenbach nach dem Rennen fest, als er die zahlreichen Kampfspuren an seiner Maschine betrachtete.

Im dritten Lauf konnte er in der engen ersten Kurve seinen Platz halten. Bis zur Halbzeit kämpfte Deitenbach sich bis auf Platz neun vor. Binnen drei Runden schloss er dann die Lücke zu Platz acht, um den in den letzten vier Runden ein heißer Kampf entbrannte. Immer wieder wechselten die Positionen zwischen dem Deutschen und dem Italiener Sconfietti. Doch Deitenbach brachte sich klug in die bessere Ausgangsposition und ergatterte mit zwei Zehntel Sekunden Vorsprung Rang acht. Dabei konnten die beiden bis auf drei Sekunden an die Spitzengruppe heranfahren. "Das war hart", erklärte er nach dem Lauf. "Aber der Sconfietti war letztes Jahr immerhin vierter in der EM!", setzte er mit einem zufriedenen Lächeln hinzu.

Jetzt stehen in den nächsten Wochen erst wieder Läufe der deutschen Meisterschaft auf dem Programm, bevor die Europameisterschaft am 11. Juli im deutschen St.Wendel in die Zweite von insgesamt sechs Veranstaltungen geht.


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Stand: 01.09.11 - alle Angaben ohne Gewähr